"Red´ nicht, mach´s lieber..."  
- am Tonfeld geht das.

Das eigene Tun wird als bedeutsam und sinnhaft erlebt. Das ist es auch, denn in unseren Händen ist unsere bisherige Lebenserfahrung versammelt, in der Wechselwirkung zwischen uns und unserer Umwelt. Unser Ausdruck mit den Händen zeigt, wie wir mit den Dingen, den Situationen und anderen Menschen umgehen (können), wie wir dabei selbst berührt sind und wie wir uns unsere Lebensbedingungen schaffen. Als Beispiel aus unser aller Alltag können wir das Händeschütteln beim Begrüßen erinnern und was es uns über die jeweilige Person zu erzählen scheint bzw. welch´ unterschiedliche Atmosphären in diesen Situationen entstehen können.

Am Tonfeld können wir neue Möglichkeiten für uns selbst entwickeln. Es ist ein dialogischer Prozess, in dem die sprachliche Verständigung nicht im Vordergrund steht, sondern ergänzendes Element ist. Die Begleiterin hilft, die Verbindung zwischen uns selbst und dem Tonfeld aufzubauen und zu erhalten. Sie unterstützt die Umsetzung der Bewegung in der Spannung zwischen Rückhalt, Hemmung und Impuls. Das, was wir am Tonfeld in diesem Vorgehen zurückerfahren und leiblich bemerken, können wir schließlich sprachlich formulieren. Die Begleiterin bringt ihre Wahrnehmung im Schlußgespräch mit ein und vervollständigt so das Geschehen durch das Mit-Teilen der ergänzenden Außenperspektive.


Was hat das Tonfeld, was der Alltag nicht hat?

Der auf´s Einfachste reduzierte Aufbau in der Arbeit am Tonfeld®ist für uns da: der mit Lehm ausgestrichene Holzrahmen und eine Schale Wasser, sowie die Begleiterin an der Seite. Das Material ist in seiner Verfügbarkeit und Bearbeitbarkeit sowohl präzise als auch nahezu grenzenlos, der Holzrahmen bietet Orientierung und Halt. Diese sehr klare und zunächst neutrale Ausgangslage fordert die handelnde Person dazu auf, in der Bewegung zu bestimmen, um was es geht. Wir lösen unseren Anteil am alltäglichen Gemenge somit heraus und sind gänzlich auf uns zurückverwiesen. Das öffnet ohne Vorgabe den Raum zu Möglichkeiten und daran können wir uns entwickeln.
Die Begleiterin nimmt die so angezeigte Ausrichtung auf uns selbst wahr und unterstützt mit genauer Ansprache das Gelingen dieser Bewegung hin zu uns selbst und zur (Um)Welt. Von außen kann es mitunter so wirken als würde jemand töpfern oder auch matschen (und beides kann auch erfüllend sein) und doch ist es das nicht: am Tonfeld geht es nicht ein Produkt aus Tonerde und auch nicht darum, möglichst schlammig zu arbeiten (obwohl das vorkommen kann). Die Bedeutung des Tuns liegt darin, Lebensbeziehung herzustellen und zu gestalten in aller Vielfalt, Menschlichkeit und Individualität und sich darin aufzubauen und zu erkennen.


"Ich bin, ich kann, ich erlebe"
Tonfeld als Entwicklungsförderung für Kinder und Jugendliche

Für den Aufbau menschlicher und individueller Entwicklung gibt es eigens eine Haptische Diagnostik. Anhand dieses Werkzeugs kann die Begleiterin erkennen, ob Kinder oder Jugendliche altersgemäß in der Entwicklung sind, und kann bei Schwierigkeiten oder Besonderheiten fördernd und ausgleichend unterstützen. Ziel ist immer eine möglichst umfassende Selbstbestimmung im alltäglichen Leben und das Gelingen der sozialen Beziehungen. Freude, Zufriedenheit und das Gefühl von Erfolg stellen sich ein, wenn die Kinder oder die Jugendlichen in der Situation am Tonfeld in ihrem eigenen Tun Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit erleben und von der Begleiterin darin gesehen werden.


Eine Tonfeldstunde

Es handelt sich um eine begleitete Einzelarbeit, die etwa 50-60 Minuten dauert. In dieser Zeit enthalten ist das Schlussgespräch "nach getaner Arbeit", das bei Erwachsenen zu jeder Stunde gehört. Bei Kinderarbeiten werden Elterngespräche in regelmäßigen Abständen zu gesonderten Terminen angeboten und sind wesentlicher Teil der Begleitung.

Weitere Informationen zu Ursprung und Aufbau der Arbeit am Tonfeld® www.tonfeld.de

Preise
Erwachsene pro Termin 50-60 Min
70.00 €
einschließlich Schlussgespräch

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Kinder pro Termin 50-60 Min
50.00 €
Elterngespräch 60 Min 50,00 €
nach 5 Tonfeldstunden wird regelmäßig
ein Elterngespräch vereinbart. Zusätzliche Termine sind auf Wunsch möglich. 
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Ermäßigung ist auf Anfrage möglich.
In Einzelfällen wurde die Begleitung am Tonfeld auf Grundlage einer Ärztlichen Verordnung von der Krankenkasse erstattet.
Vereinbarung Tonfeldstunde
Ort
Praxis im Forum Gesundheit Neukölln
Weserstr. 175, HH, 4.OG
12045 Berlin
U7 Rathaus Neukölln
Der Raum ist mit Fahrstuhl erreichbar
oder in Charlottenburg
Waitzstraße 8, VH, 3.OG
10629 Berlin
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U7 Adenauerplatz S Charlottenburg